Hinter den Kulissen der Geschichtenerzählerin

mena-die-traeumerin jeder_ihren_kinnon

 

Steckbriefe von Mena & Kinnon

Hier könnt ihr schon mal Mena und Kinnon ein wenig näher kennenlernen. Sie sind tolle, interessante und echte Charaktere, mit denen ich bereits mitgelitten und mitgefiebert habe.

MENA

Name: Philomena, genannt Mena, Gruber
Bedeutung des Namens: „Die Geliebte, die der Liebe treu bleibt“
Aussehen: grüne Augen, glatte, braune Haare, die ihr bis zur Mitte des Rückens reichen, gebräunter Teint, 1,65 m groß, „kurvig ausgestattet“ – wie Kinnon sagen würde
Geburtsdatum: 31.10.1993
Geburtsort: Hausgeburt in Meran, Kleinstadt mit ca. 35.000 Einwohnern in Südtirol/Italien
Berufung: Geschichtenerzählerin
Beruf: Ethnologie-Studentin in London
Berufserfahrung: bislang nur ein Sommerjob in einer Zeitungsredaktion
Hobbies: lesen, Filme schauen, XXL-T-Shirts mit lustigen Aufschriften als Nachthemden sammeln
Charakterbeschreibung: träumerisch, realitätsfremd, selbstkritisch, loyal – hat aber Angst vor Beziehungen, Pokerface, errötet nie – aber es ist ihr alles peinlich, mutig
Ziele: ihre Aufgabe als Geschichtenerzählerin gut zu erfüllen, zu verstehen, was sie im Leben beruflich machen möchte und die Beziehung mit Kinnon leben zu lernen
Typ nach der Vintschger Typenlehre: Neumond

 

KINNON

Name: Kinnon O’Brien
Bedeutung des Namens: „Schöngeborener, fair geboren“
Aussehen: grau-grüne Augen (die in bestimmten Momenten leuchtend grün werden), rotblonde, gelockte Haare (die er viel zu selten schneidet), helle Haut mit Sommersprossen (die nur von der Nähe zu sehen sind), eine nicht ganz gerade Nase, auffallend hohe Wangenknochen und ein ebenmäßiges Gesicht, 1,93 m hoch, sehr muskulös, breitschultrig, lange Beine, schmale Hüften
Geburtsdatum: 1.11.1989
Herkunft: halb Mensch, halb Sìdhe, hat das Elfenblut von der väterlichen Linie geerbt
Geburtsort: Drogheda, Kleinstadt nordwestlich von Dublin neben Newgrange mit ca. 30.000 Einwohnern
Beruf: Informatikstudent in London und Herstellung der Software von Spielen für Spielkonsolen
Hobbies: Sport (ehemaliger Rugbyspieler), Tanzen, Kauf von Nachthemden für Mena und Übernahme ihrer XXL-T-Shirt-Sammlung
Charakterbeschreibung: „Ich kenne einen humorvollen, überschäumenden, begeisterten Kinnon, aber auch einen äußerst zielstrebigen, der genau weiß, was er möchte, privat wie beruflich. Er kann fordernd, dominant, besitzergreifend, eifersüchtig, manipulativ und unter bestimmten Umständen auch aggressiv und eiskalt sein, aber zugleich sensibel, verletzlich, anhänglich und imstande, zu seinen Schwächen zu stehen. Ich erlebe ihn sehr facettenreich, und mir kommt vor, immer wieder eine neue Seite an ihm zu entdecken.“ (Mena)
Zudem ist er bewegungsaktiv, treu und loyal, Frauen gegenüber aufgrund seiner Vergangenheit zurückhaltend und ein Familienmensch.
Ziele: seine Sìdhe-Familie kennenzulernen, Mena in ihrer Aufgabe als Geschichtenerzählerin zu unterstützen und sie zu seiner Frau zu machen
Typ nach der Vintschger Typenlehre: Sonne

 

Die weiteren Protas…

NÖRGGELE

Quelle: Pixabay

 

Rolle im Buch: Das Nörggele ist der Mentor in der Anderswelt von Mena, der Geschichtenerzählerin. Er führt sie in die Anderswelt ein, wenn auch auf eine nicht sehr diplomatische Art und Weise. Von ihm stammt die Idee, ihr einen Beschützer zur Seite zu stellen. Dabei sucht er Kinnon aus, der sich als weitaus mehr entpuppt, was dem Nörggele nur recht ist. Er ist ein Botschafter des Südens in der Anderswelt des Nordens und ein großer Verfechter der Liebe.
Gibt es das Nörggele wirklich in der Sagenwelt? Ja, das Nörggele, auch Norgg genannt, ist vor allem in der Südtiroler Sagenwelt eine oft vorkommende Gestalt. Der Name kommt aus dem Dialekt. Früher wurden Leute mit zwergenhaften Wuchs bei uns als „Norgg“ bezeichnet.
Das Nörggele ist ein neckischer Kobold, der aber im Grunde seines Wesens ein Guter ist. Laut den Sagenforschern ist er mit dem „orco“ der ladinischen Dolomitenwelt verwandt, der ja auch im Buch der „Geschichtenerzählerin“ vorkommt. Er ist nicht mit den Zwergen von König Laurin & Co. zu vergleichen, aber ich habe große Ähnlichkeiten zwischen ihm und den irischen Kobolden, den Leprechaun, festgestellt.
Sonst habe ich fast alle Details des Nörggele von den Sagen übernommen:

  • das Aussehen des Nörggele inklusive seine Vorliebe für rote Jäckchen und Hüte;
  • dass er sich gerne ein Jäckchen, aber nie ein ganzes Gewand schenken lässt;
  • dass er in hohlen Bäumen und Höhlen unter der Erde lebt und die größte Nörggele-Siedlung unterhalb der Heimatstadt von Mena, Meran, liegt;
  • dass er die Menschen um ihre Sterblichkeit beneidet;

Charaktereigenschaften: Die sind ebenfalls alle von den Sagen übernommen: neckisch, frech, nicht sehr einfühlsam, kennt oft seine Grenzen nicht, macht gerne Machtkämpfe, ist im Grunde gütig, aber kann sehr tückisch und arglistig sein, hilft gerne und kann gut für Ordnung sorgen – in jeder Hinsicht.
Typ nach der Vintschger Typenlehre: Sonnenfinsternis

 

Drago

Quelle: Pixabay

 

Rolle im Buch: Drago ist ein Drache und der Pate in der Anderswelt von Mena, der Geschichtenerzählerin. Er ist ihr schon in der Kindheit erschienen und war so etwas wie ihr „unsichtbarer Freund“, denn außer ihr konnte ihn niemand sehen. Als sie noch klein war, musste er sie verlassen, denn seine Drachennatur verlangte von ihm, dass er sich eine Frau suchte. Erst als Mena Jahre später als junge Erwachsene in der Anderswelt landete, kam er ihr zu Hilfe, inzwischen mit Drachin Dora verheiratet und stolzer Vater zweier Söhne. Das Verhältnis zwischen den beiden ist nicht mehr so eng wie zuvor, doch er unterstützt sie, wo er kann und hat immer in ihrer Nähe gelebt.
Gibt es Drachen wirklich in der Sagenwelt? Auf diese Weise, wie ich es beschreibe, leider nicht. Drachen kommen in den Sagen in aller Welt vor, aber vor allem in unseren Breitengraden sind sie garstige, riesige Untiere, die Menschen verschlingen, am liebsten Jungfrauen, und von männlichen Helden – den Drachentötern – besiegt werden.
Die Drachen in meinen Büchern sind zwar genauso groß, aber haben sonst nichts mit diesen Sagen-Ungeheuern gemeinsam. Sie sind vielmehr die Hüter der Elemente. Darauf gekommen bin ich durch ostasiatische Mythen, die den Drachen als Regengott und Symbol der Fruchtbarkeit betrachten. Dass sie so eine wichtige Rolle in meinen Büchern einnehmen, hängt auch damit zusammen, dass sie eine starke symbolische Bedeutung bis heute in unsere Gegenwart haben.
Drago ist in meinem Buch zusammen mit seiner Frau ein Anführer der Erddrachen. Dann gibt es noch die Wasser-, die Luft- und die Feuerdrachen. Jeder Drache kann das jeweilige Element beherrschen.
Charaktereigenschaften: Dementsprechend sind die Eigenschaften von Drago allesamt von mir erfunden: Er ist gutmütig, ruhig und gelassen, vermittelnd, liebevoll, setzt sich für seine Lieben ein, pflegt seine Beziehungen, fühlt sich als Teil einer großen Gemeinschaft und als solcher auch dafür verantwortlich.
Typ nach der Vintschger Typenlehre: Vollmond

 

Dienerin Danus

Quelle: Pixabay

 

Rolle im Buch: Die Dienerin Danus ist die Herrscherin der Sìdhe, des sagenumwobenen irischen Elfenvolkes. Sie hat mit den beiden Protagonisten des Buches zu tun, weil Kinnon Elfenblut in sich trägt und somit ein Teil ihres Volkes ist. Da er den Bund mit Mena eingeht, was einem lebenslangen Eheversprechen in unserer Welt entspricht, kommt das Volk der Sìdhe erstmals nach Jahrhunderten wieder mit einer Geschichtenerzählerin in Berührung. Die Dienerin Danus betrachtet Mena und ihre Rolle als Geschichtenerzählerin mit gespaltenen Gefühlen.
Gibt es die Dienerin Danus wirklich in der Sagenwelt? Nein, die Dienerin Danus gibt es nicht. Ich habe diese Herrscherin der Sìdhe erfunden, aber es gibt die Göttin Danu und die Sìdhe.
Danu ist tatsächlich eine Gottheit der irischen Mythologie. Ihr Name stammt zum einen von der altirischen Muttergöttin Anu ab, zum anderen von der Sagengestalt Danann, der Tochter des sagenumwobenen Volkes Tùatha Dé Danann – „Die Stämme der Göttin Danu“. Gerade die zweite Ableitung hat mich dazu geführt, aus der Tochter eine Dienerin Danus zu machen.
Die Texte über die Tùatha Dé Danann wurden im Mittelalter niedergeschrieben. Sie erzählen von der Invasion Irlands dieses Volkes und den Kriegen, die sie zuerst als Invasoren, dann als Verteidiger ihres Landes führen mussten. Dabei besiegten sie auch die Fomóiri, ebenfalls ein irisches, sagenumwobenes Volk dämonischer, missgestalteter und gewalttätiger Riesen – die ja ebenfalls eine Rolle in meinen Büchern spielen.
Die Túatha Dé Danann wurden hingegen von den Milesiern, die Irland eroberten, von der Oberfläche vertrieben. Sie vereinbarten, dass sie ein Reich unter der Erde gründen durften. Man sagt, sie haben sich in die Sìdhe-Hügel zurückgezogen. Schließlich ging der Name des Hügels auf sie über – Leute aus den Hügeln. Sie werden aber auch Elfen oder „die schöne Familie“ genannt.
Der Sìdh ist sozusagen der Sitz der Sìdhe in den Feenhügeln. Er ist eine Parallelwelt, die nicht von normalen Menschen betreten werden kann, während die Sìdhe sehr wohl die Menschenwelt aufsuchen können.
Charaktereigenschaften: Die Dienerin Danus ist eine weise Herrscherin, wenn sich auch ihr Blick so langsam trübt, sie liebt ihr Volk über alles, setzt sich dafür ein und verteidigt es mit allem, was sie dafür notwendig hält. Sie ist manipulativ, rücksichtslos, aber auch gerecht und prinzipientreu. Sie hat heilerische und gedankenseherische Fähigkeiten.
Typ nach der Vintschger Typenlehre: Neumond

 

Willeweis

Quelle: Pixabay

 

Rolle im Buch: Die Willeweis ist eine Mischung zwischen einer Saligen und einer alten Kräuterfrau in der Anderswelt. Sie begegnet Mena und Kinnon auf ihren Reisen in der Anderswelt und entpuppt sich als eine Unterstützerin, die im Laufe der Trilogie der Geschichtenerzählerin-Reihe einen wichtigen Platz einnehmen wird.
Gibt es die Willeweis wirklich in der Sagenwelt? Ja, die gibt es wirklich. Die Willeweis ist unter vielen Namen in der Sagenwelt bekannt, heißt mittelhochdeutsch: Bilwis. Man vermutet, dass der Name mit „Bil“ zusammenhängen könnte, die ursprünglich eine alte nordische Mondgöttin war. Die Willeweis gilt in der Sagenwelt als ein elfisches Wesen, das wie ein Waldgeist einen Baum bewohnt. Sie ist auch verwandt mit den Saligen, den menschenscheuen, aber hilfsbereiten weisen Frauen, die ein wichtiges Motiv der Südtiroler Sagenwelt darstellen.
Bei uns sagten noch die älteren Leute in Südtirol „Das sagte schon die Willeweis“, wenn es um die Erfüllungen von Weissagungen geht. Sie galt als undurchschaubares, mystisches, altes Weiblein, das über die Weltordnung nachgrübelte, Zauberbücher las, magische Künste lehren und in die Zukunft schauen konnte. In den Sagen war sie oft auf Waldlichtungen anzutreffen, aber kam und ging, wie sie wollte.
Charaktereigenschaften: Es gibt nicht sehr viele Details in den Überlieferungen über die Willeweis, aber ich habe versucht, aufgrund der obgenannten Informationen einen Charakter zu formen: Sie ist gütig, sehr verwurzelt in ihrer Heimat, aber auch sehr offen gegenüber Veränderungen, wenn sie notwendig sind, erkennt sofort, wenn welche anstehen. Sie ist eine große Heilerin und so etwas wie eine Wunsch-Großmutter.
Typ nach der Vintschger Typenlehre: Vollmond

 

Weitere Infos

Hier gibt es noch ein par Links, bei denen ihr mehr Hintergrundinformationen über die Geschichtenerzählerin-Reihe erfahren könnt.

 

  • Wollt ihr mehr über die Anderswelt und die Sagen allgemein erfahren? Darüber habe ich auf Hannahs Bücherwelt einige Hintergrundinformationen preisgegeben.

 

  • Einen wichtigen Bestandteil in der Geschichtenerzählerin-Reihe stellen die Schauplätze dar. Viele sind in Südtirol, aber auch Irland und London spielen eine Rolle. Auf Miss Rose’s Bücherwelt sind viele Infos darüber zu finden!