Sommersonnenwende und mystische Orte…

Juni 20, 2018

Senf zum Mittwoch #29

Morgen ist Sommersonnenwende, der längste Tag im Jahr, und natürlich hätte ich euch wieder teilhaben lassen können an einem Fest der Sìdhe, die sich natürlich nicht nehmen haben lassen, sie zu feiern. Also eine kleine Kurzgeschichte, ein Spin-Off zur „Geschichtenerzählerin“, wie ich das schon hier und hier getan habe…

Aber mein Nörggele hat ein Machtwort gesprochen. Bei der Sommersonnenwende sind Mena und Kinnon mal in die Anderswelt der Alpen gewandert. Und darüber schreiben lässt er mich nicht… Warum? Weil er es nicht will. Punkt. Abgang.

So war es.

Aber ich habe etwas viel Besseres für Euch, der auch noch gut zur Sommersonnenwende passt:

einen Buchtipp!

Mystische Orte in Südtirol

Manchmal scheint es, als dürste es uns Menschen nach unlösbaren Aufgaben, mystischen Erkenntnissen und spirituellen Erfahrungen, an denen wir wachsen und uns vervollständigen können. Wir sehen uns nach einer tiefen und erfüllenden Dimension, von der uns eine rein verstandesmäßige und begrenzte Weltsicht trennt. Viele suchen nach Wegen, um seelisch unbekanntes Terrain zu erschließen […].

Auch der Besuch von besonderen Orten und Plätzen kann bei diesem Selbstfindungsprozess behilflich sein, denn nicht umsonst pilgern seit jeher Menschen an Orte, die im Ruf stehen, eine Neuausrichtung anzuregen oder Heilung in Gang zu setzen.

(aus: Mystische Orte in Südtirol, 2018)

Mit diesen Worten beginnt das Buch. Autorin Astrid Amico taucht ein in die Thematik, indem sie erklärt, wie Mystik in diesem Buch zu verstehen ist, welche Beziehungen zur Mystik der Mensch denn hat. Derweilen unterstreicht sie Martin Ruepp mit aussagekräftigen, stimmungsvollen Bildern.

 

 

In dieser Einleitung kommt zugleich zutage, dass die Mystik der Orte in Worten unter anderem durch die Mythen und Sagen, die landschaftliche Beschreibung, Geomantie, Radiästhesie, die Naturgeister, aber vor allem durch das „Wesen und Geist des Ortes“ beschrieben wird.

Manchmal wird man von einem Ort bereits aus großer Entfernung angezogen – etwa von einer auffallenden Bergspitze oder einem beherrschenden Hügel, einer Lichtung im Wald oder einem großen Felsblock. Solche Plätze bilden seit jeher prägnante Anziehungs- und Orientierungspunkte und sind oft genau jene Punkte, an denen sich spüren lässt, dass besondere Kräfte wirken. Dies empfanden auch schon unsere Vorfahren so, und sie haben sie geehrt und zu ihren heiligen Stätten gemacht.

Häufig wurden dieselben Orte über viele Jahrtausende hinweg besucht, auch wenn sich Glaube und Religion in der Zwischenzeit mehrmals änderten. So sind viele von ihnen heute von Kreuzen, Kapellen oder kleinen Kirchen gekrönt und zeigen eine lange Kultkontinuität an.

(aus: Mystische Orte in Südtirol, 2018)

 

 

Aber nicht nur Hügel und Berge, auch Höhlen, Steine, Gewässer, Bäume und Haine sowie Kultstätten haben die beiden in ganz Südtirol ausfindig gemacht. Im zweiten Teil des Buches sind bekannte Orte wie der Tartscher Bühel, St. Hyppolith oder Castelfeder dabei, aber auch unbekanntere wie das Schalensteinwäldchen von Lun oder die Inselberge im Sterzinger Moos.  

Astrid Amico mit Worten und Martin Ruepp in Bildern zeigen auf, wie man die Orte mit allen Sinnen wahrnehmen kann und empfehlen einen dementsprechend achtsamen Umgang mit ihnen.

 

 

Fazit

Ein Buch, das den Zugang zu alten, ehrwürdigen Plätzen schafft und den Umgang mit ihnen anschaulich erklärt – mit wunderschönen, inspirierenden Bildern, die tatsächlich die Mystik der Orte eingefangen haben, sorgfältig recherchierten und zugleich schön erzählten Texten.

Dieses Buch ist nicht nur für Südtirol_erinnen oder –liebhab_erinnen empfehlenswert ist, sondern auch für alle, die sich für mystische Plätze interessieren.

 

Mystische Orte in Südtirol

Astrid Amico | Martin Ruepp
Hardcover
23 × 27 cm | 328 Seiten
ISBN: 978-88-7283-631-6
Edition Raetia, 2018


Preis:
Euro 29,90

 
 
Übrigens: Die beiden betreiben seit 2011 die tolle Facebookpage: Mystische Orte in Südtirol.

Mir bleibt nur noch zu wünschen: Schöne Sommersonnenwende!

2 Antworten auf Sommersonnenwende und mystische Orte…

  • Das wird dem Nörggele sehr gefallen…kein Wunder dass er dafür gesorgt hat, dass du erst das hier gepostet hast.
    Auf die Erlebnisse von Mena und Kinnon in der Anderswelt der Alpen freue ich mich trotzdem …vielleicht treffen sie Wilde Männer oder Salige. Wäre ja möglich…

    • Tja, mit ihm ist mal nicht zu reden. Er mag es nicht veröffentlicht wissen, aber Mena und Kinnon haben mir verraten, dass es sehr schön war und ab einem bestimmten Moment ausgelassen getanzt wurde – trotz Gewitter und Regen…

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