Wenn Rina & Stella plaudern …

Juni 6, 2018

Senf zum Mittwoch #27

Vorgestern war es soweit. Regina von Rinas Bücherblog und ich haben eine Plauderstunde auf Facebook veranstaltet. Wir haben dafür sogar dieses wunderbare Fantasy-Bild gefunden, sozusagen ein Café in social media eröffnet und uns dort  getroffen – und es war wunderschön.

Jetzt stellt euch vor, wir treffen uns heute zufällig auf der Straße und ich erzähle euch: „Du, ich habe die Regina getroffen“. Und ihr so: „Ach ja, sag, wie war es denn?“ Worauf ich euch meine Sicht der Plauderei erzähle …

Nörggele: Du hast was vergessen!

Na ja, und dann hätte ich noch erzählt, dass wir zu diesem Kaffee auch weitere Freunde eingeladen haben. Wer Lust und Zeit habe, könne auftauchen. Was ein zwei auch gemacht haben.

N: Schlecht formuliert.

Ja, bist du letzthin zum Lektor geworden?

N: Zum was?

Vergiss es. Dauernd korrigierst du an allen herum.

N: Ich war keine Lecktür oder wie das heißt, sondern EHRENGAST.

DU warst der Ehrengast?

N: Etwa nicht?

Da kann man eigentlich nur mehr den Kopf schütteln. Das ist das Nörggele, wie es leibt und lebt, aber das kennt ihr ja schon. Und stimmt, es war vorgestern dabei. Und hat seinen Senf dazu gegeben, am Montag. Wobei er jeden Tag seinen Senf dazu gibt, wo er nur kann – Montag, Dienstag … ihr wisst, worauf ich hinaus möchte.

N: Hämhm Mhmhäm

Während es sich bei mir geziert hat und noch am Wochenende ganz schön bitten ließ, hat der kleine Schlingel sich einen eigenen Facebook-Account (!) geschaffen und sich einfach dazu geschaltet.

N: Ich höre dich!

Ja, damit werde ich leben müssen, seit ich dich in der Reihe der „Geschichtenerzählerin“ als alte Tiroler Sagengestalt wieder zum Leben erweckte. Zum Glück sind alle anderen nicht so …

N: Wie denn „so“? Es gehen nicht alle mit der Zeit mit wie ich. Ich bin jetzt als Nörggele Von Meran auf dem Gesichtbuch und sorge selbst dafür, dass man mich nicht vergisst. Kannst dich drauf verlassen!

Dem Gesichtbuch?

Ja, ich habe es mir von meinen Verwandten im Norden erklären lassen. „Face“ heißt Gesicht, „book“ Buch, also Gesichtbuch. Warum muss ich das in einer anderen Sprache sagen?

*unverständlichvorsichhinbrummel* … Lassen wir das, ich wollte euch ja vom Montagabend erzählen. Regina hat damit begonnen, sich zu erinnern, woher wir uns eigentlich kennen. Es war einmal …

N: … eine begeisterte Leserin, die am Montag klar und deutlich geschrieben hat: Was wäre die Geschichte ohne dich, Nörggele?

Jetzt versuch mal, dich ein wenig einzubremsen, Nörggele, sonst wird das hier ein Roman!

N: Das sollte es längst schon werden, die Fortsetzung der Geschichtenerzählerin wäre am besten. Das haben gestern Regina und Roger auch gesagt! Dass sie hoffen, du würdest weiterschreiben. Am besten über mich. Und da sind noch etliche mehr, die immer wieder nachfragen, wann es weitergeht.

Nun so haben sie es gerade nicht formuliert, aber Roger B. Franke war auch dabei, stimmt. Wir haben uns dabei auch an den Mailroman von Roger Burke und mir erinnert, wo der Beginn einer Freundschaft zwischen einer Autorin und einem Leser nachvollziehbar wird anhand der Mailkorrespondenz, die zwischen uns entstanden ist. *schwelg*

Für mich nach wie vor eines meiner Highlights von den Büchern, die ich geschrieben habe … Ich liebe Teamarbeit, auch beim Schreiben. Das habe ich auch am Montag erklärt. Und das ist auch der Grund, warum ich alle Sachbücher zusammen mit anderen geschrieben habe. Wie ich nicht umsonst eine Netzwerkerin bin in den anderen Berufen, die ich ausübe…
Aber du bringst mich vom Hundertsten ins Tausendste, Nörggele! Lass mich doch von Anfang an erzählen …

N: Ja, sonst könnte man meinen, dass es an diesem Abend nur um dich ging. Dabei waren doch auch die nette Bloggerin Rinas Bücherblog (komischer Name) und zwei Steffis dabei.

*seufz* Nein, es ging viel um die Reihe der „Geschichtenerzählerin“, um die Sagenwelt, die irische und die alpenländische, die darin enthalten ist, was mir Sagen bedeuten und …

N: Und um mich.

Nörggele, hast du schon mal von einem übergroßen Ego gehört?

N: Nein, ist das ein Riese? Die habe ich schon länger nicht mehr in der Anderswelt getroffen … Und du hast sie auch nicht wieder aufleben lassen in deiner Geschichte…

Ist ja schon gut. Vergiss es.

N: Das auch? Was soll ich denn noch alles vergessen?

Weniger als vergessen wäre vielleicht mal angebracht, ein bisschen weniger deinen Senf dazu zu geben. Ich kann es auch in deinen Worten sagen: „Halte doch bitte einmal die Klappe.“

N: (Hände vor der Brust verschränkt, beleidigt drein schauend) Ich soll also nicht erzählen, wie ich es am Montag erlebt habe.

Doch, aber mich mal ausreden lassen und nicht dauernd das Gespräch dahin ziehen, wo du möchtest, wäre schon angenehm.

N: (dreht sich ab) Ts

Danke! Ich wollte noch erzählen, dass Regina am Anfang daran erinnert hat, wie wir uns in einer Leserunde von Band 3 der Geschichtenerzählerin auf Facebook kennengelernt haben. Wir waren damals eine kleine, aber feine Runde. Und daraus sind dann Freundschaften entstanden zwischen den Bloggerinnen und Leser_innen, die damals teilgenommen haben, die bis heute andauern. Ein bisschen bin ich schon stolz, dass das in der Leserunde meiner Geschichtenerzählerin entstanden ist … Wie auch Hannah auf den Spuren Kinnons nach Drogheda fuhr

N: (…)

Lass stecken, Nörggele!

N: Ts

Zu Besuch bei unserer Kaffeeplauderei war auch eine neue Freundin von Regina und Roger, Steffi Rook. Sie liebt Fantasy und Drachen …

N: Und weiß nix von Nörggelen…immer die Drachen!

… und ist begeistert davon, dass die schon existierende Sagenwelt in einem Fantasy wieder Platz gefunden hat. Regina hat auch alte Fotos der Leserunde ausgegraben und zusammen haben wir von der alten weisen Saligen Willeweis gesprochen …

N: Die alte Besserwisserin!

… und von der Dienerin Danus, der weltlichen und religiösen Anführerin der Sìdhe, dem Elfenvolk im Norden. Ich durfte auch erzählen, dass bis auf die Dienerin Danus alles andere alte Sagengestalten entweder aus der irischen Mythologie sind oder aus der Alpenwelt. Nur die Dienerin Danus selbst habe ich erfunden, der Name selbst jedoch ist es nicht. Dazu habe ich ja in den vergangenen Beiträgen hier und hier geschrieben.

N: Ja, die ist ganz nett. Aber vor allem mächtig. Seeeeehr mächtig. Muss man schon aufpassen, dass man ihr nicht krumm kommt.

Danke Nörggele, für deinen Input.

N: Den was?

Wir haben eine ganze Stunde miteinander geplaudert. Am Ende ist auch Steffi Foitzik aufgetaucht, meine Autorenkollegin, die selbst von der irischen Sagenwelt schreibt. Ihre Romane stehen fix auf meiner Wunschliste im Sommer! Habe sie jetzt gekauft.

N: Da lese ich mit. Da sind auch Dämonen und Werwölfe und Vampire dabei…voll die Anderswelt!

Na, das wird ein Lesevergnügen, mit dir über der Schulter!

N: Das hast du jetzt nicht ernst gemeint. Das spüre ich.

*abwink* Jedenfalls hat es uns dermaßen viel Spaß gemacht, dass es nicht auszuschließen ist, dass wir uns irgendwann wieder zum Plaudern treffen – und natürlich auch wieder alle unsere Freunde einladen.

N: Schauen wir mal, ob ich Zeit habe, dabei zu sein.

*augenverdreh* Sag nur, dass dich das nicht freuen würde! Du hast dich prächtig unterhalten.

N: *schulterzuck*

Etwa nicht?

N: *nuschel* Dochschonirgendwie. Ich muss jetzt gehen.  

Und weg ist er. Der übliche Abgang in die Unsichtbarkeit ohne Gruß, den er so gerne macht. Nur für euch: Es hat ihm sehr gut gefallen, nur gibt er solche Sachen nicht gerne zu. Sogar ein Jäckchen hat er versprochen bekommen – von der Steffi Rook, auch wenn man ihr noch beibringen muss, dass sie ihn mit einem pinken eher verärgert als überredet, ihr in der Not zu Hilfe zu eilen …

Das war also unsere Plauderrunde, von der ich euch erzählen wollte – an meinem Senf zum Mittwoch, der wohl eher der vom Nörggele geworden ist, aber was soll’s …

5 Antworten auf Wenn Rina & Stella plaudern …

  • Das war mal ein lustiges Interview! Hab Tränen gelacht und diese “Nachbereitung” hier ist selbst schon wieder eine kleine Geschichte. Obwohl das Nörggele mit seinem enormen Geltungsdrang eure Plauderei immer wieder aufzumischen versuchte, hat man doch einiges über dich erfahren. Dass dieser Südtiroler Kobold dir jetzt auch hier im Senf zum Mittwoch keine Ruhe lässt,liegt wohl daran, dass du ihn in deiner Trilogie um die Geschichtenerzählerin aus dem Schlaf des Vergessens geholt hast. Goethe hat uns im “Zauberlehrling” ja gewarnt: “Die ich rief, die Geister, – werd ich nun nicht los.”
    Und jetzt hat das Nörggele, auch noch ein “Gesichtsbuch-Konto”, das kann ja heiter werden…

    • Hallo Roger,
      freut mich, dass die “Nachbereitung” dir gefällt. Mein Nörggele übernimmt so langsam den Senf zum Mittwoch, wenn das so weiter geht. Plus “Gesichtsbuch” – oh je mine, was habe ich da auf die Menschheit los gelassen???

      • So einen hat die Menschheit vielleicht gerade nötig. Der ist so herrlich schräg und bringt die Dinge auf den Punkt. Das machen eine Menge Leute heute nicht mehr, sondern es wird oft haarscharf am Thema vorbei geredet. Nörggele provoziert auf eine so unbekümmerte Art,dass man ihm nicht böse sein kann, weil man immer den Schalk in seinen Augen blitzen sieht. Gut, dass du ihn aus seinem Tiefschlaf geholt und auf uns losgelassen hast, Stella. Und das sage ich nicht nur um ihm zu schmeicheln, sondern weil er der “Meister der klaren Worte” ist.

        • Meister der klaren Worte – na, da haste ihm aber Munition geliefert. Der kriegt sich jetzt gar nicht mehr ein. Mit Stolz geschwellter Brust stolziert er jetzt herum und sagt es jedem und jeder, ob sie oder er es hören möchte oder nicht. Er, der Meister der klaren Worte.
          Was soll ich da noch sagen?
          Nichts, meint das Nörggele. Einfach still sein und genießen.
          (Genießen????)

      • Die Menschheit kann so einen gut brauchen, der direkt und unverblümt seine Meinung sagt und nicht haarscharf am Thema vorbeiredet. Das machen leider Viele. Außerdem mag ich Nörggeles manchmal übermütigen Ideen und überraschende Schlussfolgerungen. In der Anderswelt ticken sie wohl ganz anders (deshalb heißt sie ja auch so 7vv8^^). So einen Querdenker könnte man an vielen Stellen brauchen.
        Vielleicht bleibt er ja noch ein wenig bei uns. Mich würde es freuen.

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